• Chronik der Freiwillige Feuerwehr Rabland

Die Geschichte der Feuerwehr Rabland ist eng mit jener von Partschins, die bereits 1877 gegründet wurde, verbunden. Als Gründungsjahr der Feuerwehr Rabland kann das Jahr 1921 bezeichnet werden, da sie ab diesem Jahr ein eigenständiges Leben auf Ortsebene führte.

Die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rabland im Jahre 1921:

Name Dienstgrad Name Dienstgrad
Josef Ladurner Zugskommandant Johann Gamper Wehrmann
Johann Laimer Zugskommandantstellvertreter Josef Gstrein Wehrmann
Johann Ennemoser Steigerkommandant Jakob Laimer sen. Wehrmann
Josef Weithaler Schlauchkommandant Jakob Laimer jun. Wehrmann
Karl Prantl Steiger  Anton Haller  Wehrmann
 Jakob Prantl  Steiger  Josef Prantl  Wehrmann
 Josef Stocker  Steiger  Sebastian Ungericht  Wehrmann
 Josef Gamper  Hornist  Johann Stocker Wehrmann 
 Peter Laimer  Wehrmann  Matthias Ladurner Wehrmann 
 Josef Ungericht  Wehrmann  Alois Prantl Wehrmann 

 

Da bis 1927 keine eigene Feuerwehrhalle zur Verfügung stand, wurden die Gerätschaften vorerst bei privaten Hofbesitzern untergebracht. Um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu erhöhen, wurden regelmäßig Feuerwehrproben und Lokalaugenscheine über Löschmöglichkeiten durchgeführt.

Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr von Rabland war die Inbetriebnahme der Trink- und Löschwasserleitung im Jahre 1926 – eine wahre Pionierleistung der damaligen Hausbesitzer. Durch die Errichtung der Druckleitung und eines Wasserspeichers bot sich nun die Möglichkeit zu einer wirkungsvollen Brandbekämpfung im Dorf.

Durch die Annexion Südtirols durch Italien geriet die Feuerwehr in große Schwierigkeiten.  Diese erreichten im Jahre 1925 ihren vorläufigen Höhepunkt, als das faschistische Regime alle Freiwilligen Feuerwehren Südtirols auflöste. Man kam jedoch bald zur Einsicht, dass die neu eingerichteten Berufsfeuerwehren auf Bezirksebene ihrer Aufgabe nicht gerecht wurden. Daher ließ man die freiwilligen Landfeuerwehren unter entsprechendem Kommando wieder aufleben. In dieser Zeit standen der Feuerwehr zuerst Alois Götsch, anschließend dessen Sohn Sebastian Götsch vor. Als dieser sich weigerte, das italienische Kommando einzuführen, wurde er 1933 abgesetzt und von Gottfried Gstrein abgelöst.

 

3. Feuerwehrzug von Rabland 1933 vor dem Gasthaus „Hanswirt“, wo damals Gerätehalle und Schlauchturm waren

Diese Zeit war geprägt durch die Assimilierungsbestrebungen des faschistischen Regimes. Diese gipfelten in der Neuorganisation der Feuerwehren. Diese sah unter anderem vor, dass der Feuerwehrkommandant von der Podesta‘  (italienischer Amtsbürgermeister) ernannt wurde und  das italienische Kommando zur Pflicht wurde. Diese gewaltsamen Umstellungen wirkten sich hemmend auf die Handlungsfähigkeit der Feuerwehr aus und hatten zahlreiche Austritte zur Folge. Die Abwanderung infolge der Option und die Einberufung zahlreicher Feuerwehrmänner in den Krieg, unter anderem des Kommandanten Artur Eisenkeil, waren weitere schwere Rückschläge für die Feuerwehr.

Nach dem 2. Weltkrieg machte man sich sofort an den Wiederaufbau der Feuerwehr, der sich in den nächsten Jahrzehnten erfolgreich fortsetzte. 1946 wurde Alois Kaserer zum Kommandanten gewählt, bis er 1962 von Matthias Bernhart abgelöst wurde.

Während der Amtszeit von Matthias Bernhart wurde die Wehr aufgrund des neuen Feuerwehrgesetzes der Region im Jahre 1963 eine eigene, selbstständige Feuerwehr. Der erste Kommandant wurde Friedrich Ennemoser. Unter seiner Amtsführung wurde die neue Feuerwehrhalle erbaut. Die im Jahre 1927 beim „Hanswirt“ erbaute Gerätehalle mit Schlauchturm wurde beim Großbrand im Jahre 1948 unbrauchbar, daher wurde 1952 an der Ostseite des alten Schulhauses (heutiges Vereinsheim) ein Geräteraum angebaut. Dieser erwies sich bald als viel zu klein, so dass Anfang der Sechzigerjahre mit dem Bau einer neuen Halle begonnen wurde. Am 26. Mai 1968 konnte das neue Gerätehaus feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 Einweihung der neuen Feuerwehrhalle

Nach zehnjähriger Amtszeit wurde Friedrich Ennemoser 1972 von Johann Abler als Kommandant abgelöst. Ennemoser kommt der Verdienst zu, die Grundvoraussetzungen für die positive Entwicklung der Feuerwehr Rabland in neuerer Zeit geschaffen zu haben.  Abler führte die Feuerwehr von Rabland bis 1980, als er von Josef Gögele abgelöst wurde. 2000 übernahm Laimer Walter das Amt des Kommandanten und  führt seitdem die 38 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rabland.

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